Forum für allgemeine Fragen und Smalltalk
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Hallo,

ich interessiere mich dafür, was Ihr für Grundeinstellungen an eurer Soundkarte vornehmt, um in Studio One aufzunehmen.

Bei der Bit-Tiefe dürften die meisten wahrscheinlich mit 24 bit aufnhemen, nehme ich mal an.
Zumindest haben das die wenigen Toningenieure, die ich bisher kennen gelernt habe und die für's Radio arbeiten so gemacht.

Aber mit welcher Sample-Rate nehmt ihr auf?
Welchen Vorteil bringt eine höhere Einstellung als 44.1? Und bringt es überhaupt einen höhrbaren Vorteil für eine normale CD-Produktion?

Was mich am meisten interessiert sind allerdings eure Erfahrungen mit den Puffer-Einstellungen.
Ich habe bei mir festgestellt, dass ich, wenn ich absolut sicher sein will keine Micro-Unterbrechungen und Knackser zu bekommen, mindestens auf 1024 gehen muss. Das empfiehlt auch z. B. Melodyne für einen reibungslosen Ablauf.

Arbeitet man jedoch mit einem Midi-Keyboard, sind 1024 Samples schon zu viel und eine deutliche Verzögerung ist zu hören. Erst ab 256 wird das für mich so langsam erträglich.

Wie geht ihr mit diesem Problem um?
Stellt ihr in eurem Workflow dann immer den Puffer um?
In meinem Arbeitsablauf, gerade beim Songwriting, wechsele ich ziemlich oft hin und her, was das Ganze ziemlich lästig macht.
Oder geht ihr auf einen Kompromiss ein? Mit 512 Samples? (Die Knackser und Unterbrechungen sind ja in den späteren Aufnahmen nicht mehr höhrbar - ein bisschen nerven tut's aber schon).
Vielleicht gibt es auch eine andere Lösung, die ich noch nicht kenne!?

Würde mich auf jeden Fall brennend interessieren, mit welchen Grundeinstellungen ihr so ins Rennen geht und welche Erfahrungen ihr damit bisher gemacht habt.

(Anmerkung: meine Soundkarte ist die "Presonus Studio 192 mobile")

VG, Andreas
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by sebastianholtzer on Sat Feb 23, 2019 10:32 am
Ich benutze 32Bit Float, weil mir das mittlerweile (gerade am Anfang) auch schon ein paar Sachen beim bouncen gerettet hat. Mittlerweile benutze ich aber auch schon auf jedem neuen Track ein Level Meter, wenn ich es denn nicht gerade vergessen habe. Trotzdem passiert es mir immer mal wieder dass ich weit über 0 bin und da macht das dann für mich persönlich natürlich einfach Sinn.
Im PreSonus Blog war gestern hier auch noch was interessantes dazu.

Die Sample Rate lasse ich auf 44.1kHz für Audio. Ich würde gerne 88kHz benutzen, gerade nachdem ich letzte Woche diesen Artikel gelesen habe, der mir eine hier, erst vor kurzem gestellte Frage, nun doch beantworten konnte. Offensichtlich scheint die Klangqualität unter optimalen Bedingungen doch besser als erwartet zu sein. Leider reicht mein System für sowas aber nicht aus.

Da ich nur Vsti`s benutze und ziemlich viele Spuren fahre und starkes Processing betreibe, steht bei mir das Interface auf 1024 mit minimalem Dropout-Schutz. Damit fahre ich bis jetzt am besten. Wenn ich mal kurz was einspielen muss schalte ich dann einfach was aus um die Latenz zu minimieren.

Mein Audiointerface ist eine ESI Maya44 eX die meine E-MU 1212m PCI ersetzt hat. SO hatte ein Problem mit der und außerdem gab es keine Win 10 Treiber mehr. Was nächst höheres wird aber vielleicht auch irgendwann mal kommen wenn ich mehr Geld haben sollte.
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by AriAhrendt on Sun Feb 24, 2019 2:03 am
sebastianholtzer wroteDa ich nur Vsti`s benutze und ziemlich viele Spuren fahre und starkes Processing betreibe, steht bei mir das Interface auf 1024 mit minimalem Dropout-Schutz. Damit fahre ich bis jetzt am besten. Wenn ich mal kurz was einspielen muss schalte ich dann einfach was aus um die Latenz zu minimieren.

Hallo,

mit diesen Einstellungen nutzt du aber gar nicht das Feature des Dropout Schutzes. Genau genommen ist die Einstellung sogar nutzlos. Die Buffergröße im Interfacetreiber setzt man auf schnellstmöglich. Wenn mans nicht übertreiben will, gehen auch standardmäßige 128 Buffergröße. Wenn jetzt das Arrangement anfängt zu zappeln, dann schaltet man nichts aus oder Buffer hoch, sondern den Dropoutschutz.

Deine eingestellten 1024 Buffer im Interface sind so hoch, dass der Dropoutschutz "minimal" hier noch gar nicht wirken kann. Weil der Buffer selbst ja schon viel zu hoch ist. Dropoutschutz mit Stufe hoch entspricht einer Buffersitze von 1024. Also jetzt lägen sie quasi erst gleichauf und tun immer noch nichts. Also wie gesagt, wenn du das Feature richtig benutzen willst, dann musst du die Buffergröße vom Interface runtersetzen.

Gruß
Ari

Ari Ahrendt - Quality Assurance Specialist
PreSonus Software Ltd. - Hamburg
http://www.presonus.com/products/studio-one

Modern electronic Synth Pop........../..........Musicproduction, Support & coaching
http://www.denoisary.de/................./...........http://www.arimusik.de/

Windows 10 64-Bit, i7 6700k 4.0 GHz, 16GB RAM, 256GB SSD, Studio One 4 Professional 64-Bit
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by AriAhrendt on Sun Feb 24, 2019 2:05 am
sebastianholtzer wroteMein Audiointerface ist eine ESI Maya44 eX die meine E-MU 1212m PCI ersetzt hat. SO hatte ein Problem mit der und außerdem gab es keine Win 10 Treiber mehr.

S1 hat sicherlich kein Problem mit einem Interface, was vernünftig ins System eingebunden ist. S1 ist das sogar ziemlich egal, was da dran hängt, solange es die Spezifikationen erfüllt und aktuelle Treiber hat.

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by sebastianholtzer on Sun Feb 24, 2019 5:11 am
AriAhrendt wrote
sebastianholtzer wroteDa ich nur Vsti`s benutze und ziemlich viele Spuren fahre und starkes Processing betreibe, steht bei mir das Interface auf 1024 mit minimalem Dropout-Schutz. Damit fahre ich bis jetzt am besten. Wenn ich mal kurz was einspielen muss schalte ich dann einfach was aus um die Latenz zu minimieren.

Hallo,

mit diesen Einstellungen nutzt du aber gar nicht das Feature des Dropout Schutzes.


Das hat den Grund, dass, wenn ich ihn ausstelle, der Song dann (unter Volllast) ohne Aussetzer läuft und wieder ein bisschen Luft nach oben bekommt. 512 reichen mir leider nicht wenn es größer wird.
Anders gesagt es gibt mir unter Volllast bei meiner Kiste noch einen Performanceschub. Habe ich ihn auf "Maximal" gestellt bekomme ich früher Knackers und Aussetzer. Stelle ich ihn auf "Minimal" kommen die erst wenn die CPU noch mehr belastet wird. Ich werde es gerne aber nochmal versuchen zu optimieren und auf 512 alle Optionen mit der Dropout Protection durchgehen. Was würdest Du mir denn empfehlen?

Zur E-MU:
Das mag richtig sein. Ich habe aber damals SO2 unter Windows7 ausprobiert und wenn Du einmal etwas gebounced hattest (Manchmal auch erst nach dem zweiten oder dritten Mal) bekamst du plötzlich Aussetzer und die Soundwiedergabe fing an zu rauschen, was bis hin zu einer total verzerrten Distortion reichte. Nur ein Neustart des Programms konnte das immer lösen. In Reason ging das ohne Probleme und bei Ableton fiel mir das auch nicht auf. Wie gesagt war das damals eine Testphase um zu kucken was mir außer Reason noch gefallen könnte. Ich habe dann aber aufgehört und erst 2016/17 wieder mit Mucke angefangen und seit 2017 SO3. Wenn ich mich richtig erinnere hatte ich mir dann damals überlegt eine Juli@ zu holen, doch die gab es nicht mehr. Zu begehrt war sie und dann war halt wieder Zocken angesagt.
Unter Win10 lag es aber definitiv an den Treibern. Die Windows 7 (Beta)Treiber machten Probleme, fielen aus usw. und das Problem nach dem Bouncen bestand zudem auch immer noch.
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by AriAhrendt on Sun Feb 24, 2019 6:51 am
Eigentlich gar nicht schwer zu erklären, aber doch irgendwie schwer verständlich.
Also deine Settings bringen dir gar nichts. Ich hatte das schon erklärt. Der Dropoutschutz setzt den Buffer des abzuspielenden Arrangements hoch. So als würdest du die Soundkarte hochsetzen. Hast du aber schon dort gemacht. 1024 Buffer ist ja schon unüblich hoch, und zum Einspielen überhaupt nicht geeignet. Dein eingestellter Dropoutschutz befindet sich mehrfach die Hälfte unter deiner eingestellten Treiberbuffergröße. Also kann er da noch ganz lange gar nichts bewirken. Die Einstellungen müssen immer so laufen, dass du die Interfacesettings so niedrig wie möglich einstellst. Und dann erst die Dropoutprotection hoch setzen. Andersrum hat das absolut keinen Sinn und tut nichts.

Ari

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by sebastianholtzer on Sun Feb 24, 2019 11:01 am
AriAhrendt wroteAndersrum hat das absolut keinen Sinn und tut nichts.

Ari


Jetzt verstehe ich auch warum Mick meinte dass keine Sau die Dropout Protection versteht :XD:

Werde ich ausprobieren und dann runter auf 256 gehen und den Dropout auf "Hoch".
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by andreasvogelgesang on Sun Feb 24, 2019 12:45 pm
Hallo nochmal,

schon mal vielen Dank für euer Feedback.

Wenn ich das also richtig verstehe, bietet mir der Dropout-Schutz die Möglichkeit mit einem niedrigen Puffer aufzunehmen und trotzdem die Sicherheit eines hohen Puffers zu haben...!? (Wahrscheinlich mit leichten Leistungseinbußen des Rechners?)

Das klang jetzt erst einmal super genial und ich habe die Einstellung, die Ari empfohlen hat (128 / 1024) auch gleich ausprobiert. Habe dann im Anschluss mit meinem Kawai MP7 gleichzeitig eine Audio- und Midispur aufgenommen. Zuerst lief auch alles super. Verzögerungsarm und knackfrei. Allerdings kam es nach etwa 3 Minuten zu einem übelsten Knack-Inferno, das ich so noch nicht erlebt hatte und das sogar auf der Audio-Spur mit aufgezeichnet wurde :cry:

Keine Ahnung was das schief gelaufen ist :?

Bin gespannt was Sebastian für Erfahrungen macht...

Gruß, Andreas
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by AriAhrendt on Mon Feb 25, 2019 3:07 am
sebastianholtzer wroteJetzt verstehe ich auch warum Mick meinte dass keine Sau die Dropout Protection versteht :XD: Werde ich ausprobieren und dann runter auf 256 gehen und den Dropout auf "Hoch".

Es wird bei einer so vielschichtigen Software immer einige Bereiche geben, die ein paar Leute nicht gleich verstehen. Das ist ganz normal. :) Wenn es denn aber einmal Click gemacht hat, dann ist meist die Erleuchtung da.

Ich versuche es mal mit einem anderen Satz, der vielleicht einfacher ist.

Wenn du deinen Interfacebuffer so niedrig eingestellt hast, dass du super einspielen oder recorden kannst, dann kann ein volles Arrangement je nach Computer damit überfordert sein und es gibt Dropouts. Genau jetzt schraubst du die Dropout-Protection hoch, und es gibt je nach Einstellung keine Dropouts mehr. Das ist schon alles. :)

Du fässt dabei NICHT die Buffer des Interfaces an. Die bleiben niedrig, damit du aufnehmen kannst, oder latenzfrei Klavier und VSTi etc. Lediglich das restliche Arrangement wird jetzt unter der Haube mit einem viel entspannteren, größeren Berechnungsbuffer abgespielt. Dadurch wird die CPU entlastet und es gibt keine Dropouts.

Ich hoffe, das hat besser geholfen. :)
Ari

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by sebastianholtzer on Mon Feb 25, 2019 3:10 pm
andreasvogelgesang wrote
Bin gespannt was Sebastian für Erfahrungen macht...


Eher durchwachsene...
Nun was soll ich sagen? Ich hatte mir bei dem Song mehr erhofft. 256 reichen bei mir defintiv nicht.
Ohne Dropout Protection hört sich das so an, als wärst Du direkt vor der PA auf einem Hardstyleevent hängengeblieben bis man dich nach Hause gebracht hat, weil du Kick-geschädigt bist. :XD: Definitiv alles verzerrt wie Hölle und Aussetzer. Einfach nur Grausam. Mit Dropout läuft es wohl einigermaßen aber hin und wieder Aussetzer, während ich einige Gruppen ausschalten musste.
512 muss ich erst länger testen. Davon mal abgesehen wären mir 12 Kerne lieber. Im Augenblick gurke ich auf einem i7 7700 rum.
Was mich allerdings verwundert, ist, dass sehr erfahrene Leute wie Jemusic und so bezüglich der Automationen und im Mixdown dazu raten die höchste Buffereinstellung zu nutzen damit alles gerendert wird. Aber wahrscheinlich ändern sehr wahrscheinlich die Size in verschiedenen Phasen und nicht wenn der Song immer größer wird?
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by andreasvogelgesang on Tue Feb 26, 2019 6:56 am
AriAhrendt wroteWenn du deinen Interfacebuffer so niedrig eingestellt hast, dass du super einspielen oder recorden kannst, dann kann ein volles Arrangement je nach Computer damit überfordert sein und es gibt Dropouts. Genau jetzt schraubst du die Dropout-Protection hoch, und es gibt je nach Einstellung keine Dropouts mehr.


Ergänzend zu meinem vorherigen Beitrag möchte ich noch anmerken, dass außer der einen Midi- und der Audiospur noch nichts im Arrangement vorhanden war. Keine Effekte, gar nichts. Also sehr puristisch.
Und mit der Einstellung 128 Samples und Dropout hoch hatte ich dann doch ein massives Problem.

Hängt das mit der CPU-Leistung zusammen?

Eins verstehe ich dann auch nicht ganz: Du hast doch gesagt, dass der Dropout-Schutz sogar Leistung einspart, wenn ich das richtig verstanden habe. Außerdem verbessert er, wenn alles funktionier, massiv meine Performance.
Aber warum ist er dann nicht standardmäßig auf einer für den User unantastbaren Ebene auf hoch eingestellt?
Oder anders herum gefragt: für welche Situation empfiehlst du den Dropout-Schutz auf niedrig oder ganz aus zu schalten?

Gruß, Andreas
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by sebastianholtzer on Sat Mar 02, 2019 4:31 am
andreasvogelgesang wroteHängt das mit der CPU-Leistung zusammen?



Und ob das mit der CPU zusammenhängen wird. Der Dropoutschutz würde dann ja auch nur eine höhere Einstellung des Buffers simulieren und müsste das dann ja selbstverständlich auch berechnen, schätze ich mal.

Kleines Feedback am Rande:
Ich werde für große Projekte doch bei der Einstellung bleiben: Buffer auf 1024 und Dropoutschutz auf Minimal.
512 auf "Hoch" oder "Maximal" gehen leider auch nicht. Allerdings bekomme ich keine zerstörte Wiedergabe, dafür aber Aussetzer und diese stark angezerrt.
Ich bin mir also im Nachhinein auch wieder sicher warum ich diese Einstellung gewählt haben muss. War also doch nicht verkehrt, sondern eher Mittel zum Zweck und ich muss ausprobiert haben womit ich am besten fahre.

Es gibt bei mir jedoch noch eines zu beachten: Für mein Audio Interface kommt ein neuer Treiber erst dieses Jahr gegen Sommer. Im Augenblick gibt es nur den zweieinhalb Jahre alten v1.0.0. Im Betatest ließ sich der neue Treiber jedoch bei mir nicht richtig installieren, sollte aber bis Sommer veröffentlicht sein und evtl. gibt es dann auch in Sachen Leistung nochmal einen Schub zu spüren. Zumindest wenn ich die Release Notes anderer Treiber von dieser Firma kucke war das bis jetzt zumindest so üblich.
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by Voodoo99 on Sat Mar 02, 2019 5:26 pm
Ihr solltet euch wirklich mal mit dem DropoutSchutz beschäftigen, weil der wirklich hilfreich ist.

Ich habe bei mir einen Puffer von 32 Samples eingestellt und den Dropoutschutz auf 1024 Samples.
Und ich kann nahezu alle Vsti ohne Aussetzer fast latenzfrei spielen, während 10 Spuren parallel laufen und mein Rechner im EnergiesparModus läuft :mrgreen:

Falls sich jemand fragt, wie dieses Hexenwerk funktioniert (im Groben):
Der Dropoutschutz hebt die gesamte Projektlatenz bei mir auf 1024 Samples an, was der Cpu ziemlich viel Zeit gibt, Puffer zu berechnen,- und natürlich Latenzzeit kostet.
Einzig die Spuren, die auf Record stehen, das Monitoring aktiviert haben oder bei denen das grüne Z im Mixer aktiviert ist, werden mit der DeviceLatenz (bei mir 32 Sample) berechnet und brauchen bei so wenig Puffer richtig viel CPU. Dafür höre ich die Töne fast latenzfrei.
Das ganze funktioniert, weil wir im Songkontext recorden. D.h. wenn ich die Aufnahme starte, habe ich bis zum ersten Ton des Songs eine Latenz von 1024 Samples. Wenn ich dann den ersten Ton höre und anfange zu spielen, wird die Aufnahmespur parallel zum Song mit der DeviceLatenz (bei mir 32 Samples) aufgenommen und abgehört. Da meine Aufnahme 1024 Samples später begonnen hat ( da habe ich den ersten Ton des Songs gehört), passt die Aufnahme solange ich recorde zum Rest des Somgs. Wenn ich die Aufnahme beende, würde meine Aufnahme in der Timeline allerdings um 1024 Samples zu spät begonnen haben, so dass S1 die Spur nun um die DropoutLatenz nach vorne zieht. Damit passt dann auch alles wieder.
Spuren die nicht recorded werden, aber auf Niedriglatenz stehen, starten einfach 1024 Samples später, um in den Songkontext zu passen.

Was man noch beachten sollte (lt. Anleitung), Plugins mit mehr als 3ms Latenz werden auf Niedriglatenzspuren deaktiviert.
Das System scheitert, wenn die Spur, die man aufnimmt Plugins beinhaltet, die jedes für sich zwar weniger als 3ms Latenz haben, aber insgesamt so viel Cpu brauchen, dass die NiedriglatenzPuffer (bei mir 32 Samples) zu wenig für die Cpu sind.
Spuren, die auf Record stehen, sind per Default immer NiedrigLatenz-aktiv, ausser man entfernt den Haken "Niedriglatenz-Monitoring für Instrumente einschalten" in den Audioeinstellungen.

Das ganze System hilft natürlich nicht bei HardwareMonitoring im externen Mixer oder Audiointerface.
Last edited by Voodoo99 on Sat Mar 02, 2019 6:54 pm, edited 1 time in total.
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by sebastianholtzer on Sat Mar 02, 2019 6:17 pm
Ja...ja toll dass er Dir so gut gefällt...wirklich... :rtfm2: :XD: :mrgreen:

Nur was bringt das jetzt wenn du auch mal fast mehr als das 6 fache an Spuren am mixen bist und die CPU dann zum Flaschenhals wird weil du eben nicht Mr. Money bist, der sich mal schnell einen neuen Quantencomputer leisten kann??? In dem Szenario ist der Dropoutschutz doch dann eigentlich unbrauchbar, oder nicht?
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by Voodoo99 on Sat Mar 02, 2019 6:52 pm
Also ich habe keine Quantencomputer. Nur einen Xeon5820. :+1

Ich fürchte, Du hast es nicht verstanden. Der Dropoutschutz setzt die Puffer S1-intern hoch auf 1024 oder 2048. Demzufolge kannst du alle Song fast so abspielen, als wenn Du dein Audiodevice auf 1024 oder 2048 einstellst. Gleichzeitig gibt es aber einen 2.Puffer für die Niedriglatenzspuren, der mit deiner hoffentlich niedrig eingestellten DeviceLatenz läuft, um Echtzeitrecording trotz global grosser Puffer zu machen.

Du solltest mit dem Dropdownschutz wesentlich mehr Spuren fahren können, als ohne (wenn deine DeviceLatenz niedrig eingestellt ist) . Dazu ist es übrigens sinnvoll, die Scharfschaltung für Record/Monitor nicht der SpurSelektion folgen zu lassen, weil sonst selektierte Spuren per Default Niedriglatenzspuren werden.

Wenn Du nichts live einspielst, bringt die das allerdings nichts. :XD:
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by sebastianholtzer on Sat Mar 02, 2019 7:47 pm
Voodoo99 wrote
Wenn Du nichts live einspielst, bringt die das allerdings nichts. :XD:

Boah...echt? Kannst mir das bitte mal erklären? Ich hab das nicht verstanden :XD:

Ne Spaß beiseite jetzt. Ich werde heute trotzdem mal ausprobieren den Buffer auf 32 einzustellen und Hoch oder Maximal benutzen, denn Du sagtest ja:
..."Demzufolge kannst du alle Song fast so abspielen, als wenn Du dein Audiodevice auf 1024 oder 2048 einstellst."....

Aber wenn er das bei 256 schon nicht macht, warum sollte er das bei 32 dann schaffen???
Ich probiere es aber trotzdem mal bei dem Song aus. Auch wenn ich glaube dass das stimmt was Du sagtest:
..."Wenn Du nichts live einspielst, bringt die das allerdings nichts."...

Kann man den Dropoutschutz eigentlich nicht gleich ganz ausschalten, damit er nicht mehr die CPU belastet? So über Service oder Datei editieren oder so? Wäre das nicht ne Möglichkeit für die Zukunft?
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by AriAhrendt on Sun Mar 03, 2019 7:56 am
sebastianholtzer wroteKann man den Dropoutschutz eigentlich nicht gleich ganz ausschalten, damit er nicht mehr die CPU belastet? So über Service oder Datei editieren oder so? Wäre das nicht ne Möglichkeit für die Zukunft?

Der Dropoutschutz belastet doch nicht die CPU, er ENTLASTET sie! Und wenn du deinen Interfacebuffer so hoch eingestellt hast, dass es quasi mit dem Dropoutschutz kollidiert, dann ist er eh überflüssig und tut nichts. Also eine hocheingestellte Soundkarte mit DP Einstellung "Minimal" tut dann gar nichts. Ist also quasi ausgeschaltet.

Ari Ahrendt - Quality Assurance Specialist
PreSonus Software Ltd. - Hamburg
http://www.presonus.com/products/studio-one

Modern electronic Synth Pop........../..........Musicproduction, Support & coaching
http://www.denoisary.de/................./...........http://www.arimusik.de/

Windows 10 64-Bit, i7 6700k 4.0 GHz, 16GB RAM, 256GB SSD, Studio One 4 Professional 64-Bit
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by sebastianholtzer on Sun Mar 03, 2019 3:47 pm
Dann hab ich ihn ja doch verstanden und richtig eingestellt. :lol: :P

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