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Hallo,

beim Studio 1810 werden nach dem Einschalten keine Signale von den Eingängen am Main Out ausgegeben - solange man den Rechner nicht wenigstens für 1 Sekunde hochfährt, funktioniert also nichts... das finde ich echt nervig und für ein externes Audio-Interface auch so unsinnig, dass ich schon befürchte, irgendwas Offensichtliches zu übersehen...

Beim Hochfahren, läd Universal Control anscheinend die letzten Einstellungen - ohne, dass Studio One gestartet werden müsste. Dann funktioniert alles (auch wenn man den Rechner wieder herunterfährt), aber die Einstellungen bleiben nicht erhalten, wenn man das 1810 ausschaltet. Kann man die Voreinstellungen irgendwie ändern oder das 1810 dazu überreden, sich die letzten Einstellungen zu merken?

Danke für Tipps!!!

Gruß
Ralf
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by ralfrehberg on Mon Jan 21, 2019 4:27 am
Mittlerweile habe ich im englischen Forum entdeckt, dass das Studio 1810 tatsächlich nicht für die Nutzung ohne Rechner vorgesehen ist... extrem schade... und echt unpraktisch.

Kann man nur auf ein Firmware-Update hoffen - vorausgesetzt das Studio 1810 hat hardwareseitig die Möglichkeit Einstellungen zu speichern... auf so eine Einschränkung muss man erst mal kommen, hätte ich gerne vor dem Kauf gewußt...
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by AriAhrendt on Mon Jan 21, 2019 5:39 am
Hallo Ralf,

vielleicht muss man dazu etwas ausholen, was das Produkt ist, bzw was unterschiedliche Produkte anders machen. Deines hier ist ein Audiointerface. Kein Standalone-Mischer und auch kein Sologerät. Das Interface setzt natürlich einen Computer vorraus. Das ist so ähnlich, als würdest du dich beschweren, dass du mit deiner Grafikkarte nicht spielen könntest, ohne Computer. Bevor du gleich Widerspruch einlegst... ;) ... es gibt natürlich andere Produkte, die einen sogenannten Standalone-Modus haben. Die haben dann auch einen internen Speicher, wo sämtliche Settings, Preamps, Routings gespeichert werden können. Auch PreSonus hat so etwas. Im Produkt Studio 192 zum Beispiel. Dort gibt es auch aus Studio One heraus fernsteuerbare und abspeicherbare Preamps.

Das ist aber ein völlig anderes Produkt, mit anderer Architektur und anderen Möglichkeiten. Wenn du so willst, ist das Studio 1810 ein ganz normales einfaches (günstiges) Audiointerface, welches einen Rechner mit Software und Treiber vorraussetzt. Das wird auch keine Firmware ändern, weil das im Produkt gar nicht vorgesehen ist und auch gar nicht möglich ist.

Die Einschränkung wie du es nennst, ist bei den allermeisten Interfaces des Gesamtmarktes der Fall. Das was du dir wünscht, nämlich Stand-Alone-Mixer-Funktionalität ist ein Zusatzfeature, was einige Produkte zusätzlich anbieten. PreSonus ebenfalls - mit einem anderen Produkt. Das weiß man dann aber auch vorher, wenn man darauf Wert legt. Denn in der Produktbeschreibung steht nicht, dass es deine gewünschte Funktion gibt.

Gruß
Ari

Ari Ahrendt - Quality Assurance Specialist
PreSonus Software Ltd. - Hamburg
http://www.presonus.com/products/studio-one

Modern electronic Synth Pop........../..........Musicproduction, Support & coaching
http://www.denoisary.de/................./...........http://www.arimusik.de/

Windows 10 64-Bit, i7 6700k 4.0 GHz, 16GB RAM, 256GB SSD, Studio One 4 Professional 64-Bit
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by AriAhrendt on Mon Jan 21, 2019 5:52 am
Hier ein Beispiel von der Studio 192 Integration in den Mixer von Studio One.

Die Preamps haben in jedem Inputkanal sowohl Phantompower, als auch Gainsettings und Phasendrehung. Darüberhinaus wird der FatChannel mit Compressor, Gate, EQ etc. auf einem DSP berechnet, welcher im Gerät abgespeichert werden kann, aber grafisch in Studio One als Plugin dargestellt wird. Das alles sind besondere Features eines viel höherpreisigen Produktes (799€), die über die Eigenschaften eines einfachen Audiointerfaces für 285€ hinausgehen.

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Ari Ahrendt - Quality Assurance Specialist
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by ralfrehberg on Mon Jan 21, 2019 7:31 am
Hallo Ari,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

Ich bin tatsächlich einfach davon ausgegangen, dass ALLE externen Geräte zumindest die Basisfunktionen auch ohne Rechner bereitstellen. Daher hatte ich das Feature auch nicht in der Beschreibung vermisst, war für mich selbstverständlich. Es fehlt ja auf dem 1. Blick (eines Laien) nicht allzu viel, da das Interface weiter wie gewünscht arbeitet, wenn man den Rechner wieder heruntergefahren hat. Mach das mal mit Deiner Grafikkarte, wenn Du spielen möchtest ;)

Das Studio 1810 für 285€?! Musstest Du das sagen? Aua, ich habe vor wenigen Monaten noch fast 400€ bei Thomann bezahlt :roll:

Gruß
Ralf
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by AriAhrendt on Mon Jan 21, 2019 9:06 am
Sorry, hatte nur selbst grad bei Thomann geguckt. Die machen die Preise. Dafür kann ich nix. :)

Eine Basisfunktion eines Audiointerfaces ist es, Audiosignale in einen Rechner zu wandeln und auch wieder auszugeben. Eine interne Mischpultfunktion und gar noch mit abgespeicherten I/O Routings in einer möglichen internen Mixersoftware, sowas ist keine Basisfunktion. :)

Ari

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by tommyfinke on Fri Mar 29, 2019 1:55 am
Da ich gerade nach einer Lösung für mein Problem suche, das ähnlich angesiedelt zu sein scheint:
Wenn ich mein Studio 1810 anschalte, dann behauptet Universal Control zwar, die letzten Einstellungen aktiv zu haben, in meinem Fall "Mixer Bypass aktiv", jedoch sind die Mixer Einstellungen doch aktiv, was dazu führt, dass Signale, die ich z.B. in Ableton Live auf Kanäle 3 und 4 schicke auch über den Main Out zu hören sind.
Es hilft nur, wenn ich UC öffne, in die Einstellungen gehe und dort "Mixer Bypass" deaktiviere und wieder aktiviere. Sofort ist Ruhe auf dem Main von den Signalen auf 3 und 4.
Zum Verständnis: Mein Rechner und UC sind natürlich hochgefahren.
Das Verhalten ist reproduzierbar, d.h. wann immer ich das 1810 aus- und wieder einschalte, befindet es sich im UC Monitor-Mixer-Modus, angezeigt wird aber explizit "Mixer Bypass aktiv" und die Regler sind ausgegraut.
In Studio One 4 kann ich das Verhalten durch kurzes aktivieren des blauen Z und wieder deaktivieren ebenso wieder richtigstellen, dabei wird offenbar die richtige Einstellung der UC getriggert. Da hier ja eine Kommunikation zwischen S1, UC und dem 1810 stattfindet, kann ich mir vorstellen, dass hier irgendeine Instanz beim Anschalten des Interface nicht korrekt mit der anderen spricht.
Hat jemand eine Idee? Ein Support-Ticket habe ich angelegt.
Ich betreibe das 1810 übrigens an verschiedenen Hubs, da ich ein aktuelles MacBook einsetze und dort nur USB-C verbaut ist, das 1810 braucht aber Standard.
Das Verhalten ist mit verschiedenen Hubs reproduzierbar, liegt also hoffentlich nicht am adaptieren von USB-C auf USB.
Die Überlegung, ein 1810c zu kaufen, steht im Raum, das ist aber deutlich teurer und liefert mir sonst keine Vorteile.

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